Menschenverträgliche Windkraft für alle

red_wdk11.05.2016
Verwaltungsgericht Minden stoppt Kalletaler Windpark erneut.

Mit Beschluss vom gestrigen Tage hat das Verwaltungsgericht Minden auf entsprechenden Antrag eines von KALDEWEI RECHTSANWÄLTE vertreten Anwohners die aufschiebende Wirkung seiner gegen drei Windenergieanlagen in Kalltal gerichteten Klage wiederhergestellt. Damit dürfen die Anlagen ab sofort nicht weiter betrieben werden. Bereits mit Beschluss vom 18.12.2015 hatte das OVG NRW die aufschiebende Wirkung der Klage des Anwohners festgestellt. Im Anschluss daran hatte der Kreis Lippe als Genehmigungsbehörde allerdings die sofortige Vollziehung der Genehmigung angeordnet, so dass die erneute gerichtliche Inanspruchnahme zur Durchsetzung der Betriebsstillegung erforderlich war. Das Verwaltungsgericht Minden hat nun auch die Vollziehungsanordnung kassiert, da dem Anwohner überwiegende Erfolgsaussichten in der Hauptsache beigemessen werden.
http://www.kanzlei-kaldewei.de/news/vg-minden-stoppt-kallertaler-windpark-erneut.php

Windpark-Kalletal

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Baustopp für Windräder zwischen Henstorf, Niedermeien, Bavenhausen und Brosen

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat mit Beschluss vom 18.12.2015 (Az: 8 B 1108/15) auf den entsprechenden Antrag der betroffenen Bürger im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes festgestellt, dass die von ihnen erhobenen Anfechtungsklagen aufschiebende Wirkung entfalten und die Genehmigung zur Errichtung von drei Windrädern daher nicht ausgenutzt werden durfte.
Dies war sowohl von dem Kreis Lippe als zuständiger Genehmigungsbehörde als auch vom Investor bestritten und die Bauarbeiten zur Errichtung der zunächst drei Windräder in Kalletal mit Hochdruck vorangetrieben worden.

Aufgrund des Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts müssen sämtliche Bauarbeiten unverzüglich eingestellt werden. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Der Lemgoer Investor klagt auch gegen den Ablehnungsbescheid des Kreises Schaumburg, da er in Goldbeck 3 Windräder errichten möchte. Beim Verwaltungsgericht Hannover und bekam er eine Abfuhr, da dort ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist, erklärte das Gericht mit Urteil vom 1. Juli 2015 und erklärte eine Berufung für unzulässig.

Aber auch dies entmutigte die Investoren nicht. Sie haben beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg nun den Antrag auf Zulassung einer Revision eingereicht.

Bericht Lippische Landesleitung

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Schlagzeile_geopfert

Durch eine Umzingelung an drei Seiten mit einer Gesamtlänge von 5,5 km wird das kleine Dorf Henstorf geopfert und andere Ortschaften wie Lüdenhausen, Niedermeien, Brosen und Bavenhausen stark beeinträchtigt.
Auch andere Ortschaften wie Selsen, Rafeld, Hellberg und Herbrechtsdorf könnten umzingelt werden, wenn die beantragten Anlagen auf dem Rafelder Berg genehmigt werden.

Eine schreiende Ungerechtigkeit, vor allem, wenn man im Gutachten liest, dass eine Belastung der übrigen Ortschaften von 2 oder 3 km als zu viel erachtet wird.

Der Gutachter prüft sein eigenes Gutachten und die Gemeinde bedient sich eines Anwaltes, der auf seine Internetseite damit wirbt, die Rechte Dritter (Nachbarn, Bürgerinitiativen) abzuwehren. Unsere Fragen an die Gemeinde werden allesamt an den Anwalt geschickt, als hätte die Gemeinde keine Kompetenz oder eigene Meinung, was die Planung der Windenergie bei uns betrifft.

Wo bleibt die Unterstützung seitens unserer gewählten Volksvertreter? Was ist mit den Versprechen der Parteien, die vor der Wahl groß angekündigt wurden.

Ist die Planung der Konzentrationszonen in Kalletal ein abgekartetes Spiel?

 

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Logo_kleinLiebe Kalletaler Bürgerinnen und Bürger, liebe Besucher,
hier entsteht eine Plattform für Informationen rund um das Thema Kalletal und Windkraft.

Die geplanten Windräder beeinträchtigen die Anwohner eines weiten Umkreises erheblich. Dies schließt Lärmemission, Schattenschlag, gesundheitlichen Risiken (Infraschall) und die Veränderung  des  Lebensraumes  ein. Benachbarte Immobilien  erfahren  eine deutliche Wertminderung. Die Industrieobjekte auf dem Ackerland haben für wenige Kalletaler Landverpächter finanzielle Vorteile, aber jede Menge Nachteile für die Kalletaler Bürger und es führt schon jetzt schon jetzt zu Spannungen und Konflikten in der Gemeinschaft.

Die Fehler unserer Gemeinde und der verheerende Mangel an Weitsicht der Lokal-, Bundes- und Landespolitik gefährden unsere Lebensqualität, unsere Gesundheit und unsere wunderschönen Landschaft im Kalletal.

Wir sind nicht grundsätzlich gegen Windenergie, sondern für Windenergie mit richtiger Planung und Weitsicht. Industrielle Anlagen mit einer Höhe von bis zu 215m gehören nicht in die Nähe von Wohnhäusern, auch nicht im Außenbereich. Wir verlangen einen Mindestabstand von 1.000m zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung für alle Bürger, um sie vor den nachteiligen Auswirkungen  von WEA zu schützen.

Die Gemeinde Kalletal ist dabei den Flächennutzungsplan zu ändern. Wir haben während der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zur Änderung des Flächennutzungsplan detaillierte Einwände (59 Seiten inkl. Kartenmaterial) eingereicht.

Zusätzlich haben wir auf der Basis von über 1.500 Unterschriften (mehr als 10% der Kalletaler Einwohner) einen Bürgerantrag eingereicht, in dem wir einen Mindestabstand von 1.000m zwischen WEA und Wohnbebauung verlangen.

-Wir das Kalletal-

Artenschutz